Dies & Das

Einblicke in die Franchisewelt: Adenauer & Co erobert weiter den Norden

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Langsam, aber stetig, ohne viel Pressewind und Wirbel hat tatsächlich einer der Enkel Konrad Adenauers, Andreas Adenauer, ein gut laufendes Modelabel aufgebaut. Adenauer & Co wurde zwar in Düsseldorf gegründet, sieht aber eindeutig so aus, als hätte es seine Heimat im Norden: Bei Adenauer & Co dreht sich alles im die Küstenliebe: Um Salz auf der Haut und in den Haaren, Wind um die Ohren, Sand zwischen den Zehen. Der nordisch-by-nature Lifestyle um Sport, Strand und Meer wird hier modern interpretiert: Mode die Spaß macht und hochwertig ist, dafür aber auch zu durchaus satten Preisen. Die sportlich-schicke, lässige Freizeitkleidung mit dem maritimen Flair soll „modebewusste Kunden jeder Altersgruppe ansprechen, die gerne Zeit draußen verbringen, dabei gemütlich und trendig unterwegs sein wollen.“ erklärt mir der Gründer.

Anscheinend überzeugt dieses Konzept – in ganz Deutschland und eben nicht nur in Küstennähe. Denn von der Zentrale in Meerbusch bei Düdo aus, hat Adenauer & Co inzwischen ein schlaues Franchisesystem aufgebaut, das zu 21 Läden deutschlandweit geführt hat. Durchaus respektabel für einen so hart umkämpften Markt wie die Modebranche!

Mein erster Berührungspunkt mit Adenauer & Co kam durch das junge Unternehmen BK Beachhouse aus Hamburg – aka Kai Teute und Benedikt Beins: Ihres Zeichens norddeutsche Lizenznehmer von A&Co.

Ende 2015 haben sie ihr erstes Geschäft in Hamburg am Gänsemarkt aufgebaut, gerade diese Woche erfolgte die zwei Eröffnung in St Peter Ording, auf Wyk auf Föhr öffnet ein weiterer Laden im März. Ohne viel Marketing, läuft es bis dato rund.

Was macht also den Erfolg von Adenauer aus?

Zunächst ist hier ein wirklich kreatives Ladenkonzept zu nennen: Das Geschäft selbst ist ein besonderes Erlebnis: Tritt man ein, wird sofort das Gefühl vermittelt, ein kleines Haus am Strand zu betreten. Die Macher nehmen also ihre Kunden gleich mit auf die Reise ans Meer und vermitteln ein positives, freies Lebensgefühl, das sich auf die Kauflaune auswirken soll.

Zweitens ist ein außerordentlich gutes, wohl aber eher zufälliges Timing zu konstatieren: Der verblassende Abercrombie-Trend hinterließ eine Lücke, die Adenauer gekonnt füllte. Sonst bekommt man kaum Gute-Laune Kleidung, die trotzdem funktional und qualitativ hochwertig ist, wo nicht die typische Abercrombie-Parfümwolke noch 50 Meter weit zu riechen ist. Außerdem ist der anhaltende Casual-Trend -jetzt noch gesteigert durch den Boom der Sportmode- sehr favorabel für das Label.

Drittens trägt die gute Qualität mit Sicherheit dazu bei, dass Kunden bereit sind, gehobene Preise zu zahlen und der farbenfrohe, zeitlose Stil spricht jede Altersgruppe an: Der Altersdurchschnitt der typischen Adenauer-Kunden ist mit Mitte 30 sogar viel höher als ich persönlich vermutet hätte.

Schließlich ist da noch die vergleichsweise schnelle Verbreitung durch ein ausgeklügeltes Franchisesystem: Dies ist im Fashionbereich bei einem so jungen Label eher unüblich, scheint sich aber zu bewähren - 21 Läden in nur ein paar Jahren!

Man sollte also Adenauer & Co durchaus im Blickfeld behalten und schauen, ob das Wachstum nachhaltig ist und wie sich das Unternehmen langfristig am Markt schlägt.

 

Mehr Informationen: http://www.adenauer.com

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