Internationales

Leben in Shanghai II – für Fortgeschrittene

Internationales

Inwzischen bin ich schon ein paar Stündchen länger als die üblichen Businesstrip-Verweildauer in der Stadt. Unglaublich, wie schnell hier die Zeit vergeht! Immer noch fasziniert mich Shanghai- jeden Tag entdeckt man neue Kuriositäten. Der Mann, der im Fitnessstudio rückwärts auf dem Laufband läuft? Süße Brötchen mit roten Bohnen drin? Crunchy Insekten zum Lunch? 100 Meter Schlange vor einem Restaurant, das nicht definierbare grüne, wabbelige „Delikatessen“ verkauft? Lustige Übersetzungen vom Infoschildern, als gäbe es keine guten Englischsprecher im ganzen Land? Man wird hier immer wieder überrascht, erstaunt, aber auch manchmal – das muss ich zugeben, leicht angeekelt. Hier sind ein paar weitere Beobachtungen:

 

 

Andere Länder....

Auch wenn es westlichen Besuchern als äußerst unflätig erscheinen mag: Rotzen in der Öffentlichkeit ist hier völlig normal und die entsprechende Geräuschkulisse verfolgt einen bei jedem Gang durch die Straßen Shanghais. Egal ob der Geschäftsmann in Anzug, die Studentin auf dem Fahrrad oder der Verkehrspolizist: Es wird gerotzt was das Zeug hält. Man sollte drauf vorbereitet sein. Gute Strategien, dies zu ignorieren sind selbst bei Expats, die hier schon länger leben, herzlich willkommen.

...andere Sitten!

Sorry, dass es nicht appetitlich weitergeht, aber auch Rülpsen ist gang und gäbe – es ist hier ein Zeichen, dass einem das Essen geschmeckt hat. Na dann bon appetit!

 

Ausruhen

Es geht aber auch in der Öffentlichkeit sehr friedvoll zu: Schlafen in Cafes, oder in der Bahn ist jederzeit in Ordnung und die Shanghaier scheinen hier eine besondere Begabung zu haben (ähnlich ihren japanischen Freunden), einfach den Rest der Welt und sogar vielleicht einmal für ein paar Minuten ihr Smartphone ausschalten zu können- zugunsten eines kleinen Naps.

 

Videoüberwachung

Es sollte einem bewusst sein, dass man überall und damit meine ich, überall, videoüberwacht wird. Die Kameras sind allgegenwärtig: Die Augen der chinesischen Staatsführung und der Stadtverwaltung sind überall. Dies mag aber auch Grund dafür sein, dass ich mich hier sehr sicher fühle. Selbst wenn man spätnachts durch die Straßen Shanghais geht, gelten diese als allgemein sicher.

 

Unsichtbar in the city

Dies mag vielleicht überraschen, aber wenn man irgendwo untertauchen will, ist das trotz überragender Körpergröße eines Durchschnitteuropäers in Shanghai kein Problem. Auf der Straße wird einem einfach überhaupt keine Aufmerksamkeit gezollt. Nur wenn man sich an touristische Orte begibt, wie in Shanghai zum Beispiel der Yuyuan Garden, kann es sein, dass man selbst zur Fotozielscheibe der Chinesen wird und sie sich tierisch freuen, mit oder von einem Fotos zu machen.

 

Die U-Bahn

Shanghai hat ein wirklich gut ausgebautes U-Bahnnetzwerk, aber es ist dank der Größe der Stadt auch ein wirkliches Labyrinth. Wer also an den wichtigsten Stationen herausbekommen hat, welcher der richtige der 10 Ausgänge ist, der erspart sich mindestens 10 Minuten Laufweg und kann von sich stolz behaupten, schon ein wenig in der Megastadt angekommen zu sein.

 

Sucht jemand nach einer Geschäftsidee? Gründe ein Taxiunternehmen in Shanghai!

Geduld dagegen ist bei der Taxisuche gefragt. Die Taxifahrer scheinen hier den Luxus zu haben, sich ihre Gäste selbst aussuchen zu dürfen- man wird schlichtweg ignoriert. Der Hintergrund ist natürlich, dass sie oftmals schon per wechat oder Didi gebucht sind.

Wenn die Taxen dann doch gnädigerweise anhalten, kann es allerdings sein, dass ihnen das Ziel/die Strecke gerade zu Rushhour Zeiten nicht gefällt und sie ablehnen, einen mitzunehmen oder statt den Taximeterpreis einen horrenden Fixpreis erheben. So lohnt sich oft ein nächtlicher Spaziergang durch die Stadt um den Ärger diesbezüglich zu vermeiden.

 

Es grüßt euch herzlich aus der Stadt der chinesischen Engel,

eure Meike

zurück zur Übersicht

mit freunden Teilen:

Verwandte Themen: