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Women's March: This is America already being great again!

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Ich kann nicht anders, als sponan zu schreiben. Ich verfolge auf allen möglichen Kommunikationskanälen die Frauenmärsche überall auf der Welt. "World Wide Women" - schreibt Die Zeit so bezeichnend. Ich sehe die Bilder von hunderttausenden Protestierenden in Chicago, in St Louis, in L.A., in Vancouver, in Berlin, in New York in Sydney. In Washington: Viel mehr Menschen, als der Amtseinführung von Donald J. Trump in der amerikanische Haupstadt beiwohnten.

Hier ist alt und jung, Frau und Mann und Transgender, schwul, hetero und bi, weiß und schwarz. Diese Mission kennt kein Couleur; keine Ausgrenzung. Sie kennt nur einen gemeinsamen Weg, und der heißt: Für die Gleichberechtigung, für die Toleranz, für die Demokratie.

Ich bin normalerweise nicht am Wasser gebaut, aber diese Bilder, diese Massen rühren mich zu Tränen.

Nachdem wir im November 2016 den wohl dunkelsten politischen Moment der letzten Jahre miterlebt haben, nachdem wir gestern die Obamas -einen inspirierenden Präsidenten Barack und seine starke, mutmachende Frau Michelle- das Weiße Haus haben verlassen sehen, nachdem wir den steifen und allein beim Zugucken unbehaglich machenden Tanz des neuen Präsidentenpaares ertragen mussten, da ist dies ein großer Stern der Hoffnung.

"This is America already being great again!", möchte ich Herrn Trump sagen. Es braucht dafür nicht deine populistischen Wortkrämpfe, deine angstmachende Rhetorik. "This is America and look how great it is." Schau, wieviele gekommen sind, um ihre Stimme hören zu lassen. Um laut zu sein.

Ich erinnere mich an das berühmt gewordenen Bild einer älteren Protestantin auf einer Frauendemo vor ein paar Monaten:

"I cant believe I still have to protest this shit!"

steht auf ihrem Plakat. Und genau darum geht es hier. Ein Donald Trump ist anachronistisch. Nicht zeitgemäß. Wir sind doch eigentlich schon viel weiter; haben viel erreicht in Sachen Gleichberechtigung und dem Kampf gegen den Rassismus. Nun bewirkt er so etwas wie eine Zeitreise in die 50er Jahre (oder schlimmer).

Also: Auf die Straßen mit uns. Gemeinsam. United wie die United States derzeit nicht mehr sind. Ein Riss geht dieser Tage durch viele Gesellschaften. Somit auch ein Warnsignal für uns, wieder zueinander zu finden. Der AfD keine Chance zu geben. Auch für Deutschland brauchen wir keine Alternative, die uns um Jahre zurückträgt. Wir kennen nur den Weg nach vorne.

Let's march on. Let's move forward.

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