Kommunikation

Ich so „och bitte“ und das Leben dann so...

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Bis November 2015 lief bei der Vural Öger Firmengruppe eigentlich alles rund. Wir hatten eine zweite Staffel der Höhle der Löwen mit neuen Rekordquoten zu Ende ausgestrahlt, waren gut mit der Start-Up Arbeit beschäftigt und unsere Touristiker waren sowieso geschäftig wie immer... 

Mein damaliger Arbeitgeber, Vural Öger, hatte sich, was Firmenaufbau, Budget- und Liquiditätsplanung (gab es die überhaupt?) nie in die Karten schauen lassen. Wir in seinem engen Kreis wussten, dass es aufgrund der Türkeikrise nicht gut lief, aber wie schlecht, dass erfuhr ich erst, als die Rettungsversuche -meines Erachtens viel zu spät- schon auf Hochtouren liefen. Sie scheiterten. Was folgte waren sehr harte Wochen: Irgend jemand musste auch das „Projektmanagement Insolvenzverwaltung“ machen und so fand ich mich statt mit Kollegen nun mit Anwälten und Insolvenzverwalter an einem Tisch sitzen. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben erleben müssen, wie psychischer Druck und Schmerz (die Wut und das Unverständnis der Mitarbeiter, die Machtlosigkeit der Geschäftsführung, die Unsicherheit über die eigene Zukunft) sich auch physisch auf den Körper auswirken: Kopfschmerzen, Übelkeit, Insomnia.

Ich sagte schließlich auch schweren Herzens für Vural die Teilnahme an der nächsten Staffel der „Höhle der Löwen“ ab und lehnte sein Angebot, trotzdem weiter für ihn zu arbeiten, dankend ab. In Kontakt würden wir durch unser gutes und freundschaftliches Verhältnis trotzdem bleiben.

Das war mein Start in das Jahr 2016.

Wenn man das Gefühl hat, ein Raum ist zu klein und man hat keine Luft zum Atmen, dann ist der Zeitpunkt gekommen, zu flüchten. Gemeinsam mit meinem Freund Christian beschloss ich daher, unserem großen Wunsch einer Zentralamerika-Tour nachzukommen und einfach mal auszureißen um richtig durchzuatmen und neue Energie zu tanken.

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