Kommunikation

Kleines Kommunikations-ABC: 5 Tipps für den Start in die PR Arbeit!

Kommunikation

Ich habe in den letzten Monaten eine Vielzahl verschiedener Unternehmen, darunter vor allem Startups, bei der PR Arbeit unterstützt und gecoacht – viele von ihnen hatten vorher noch keine Gedanken an ihren Auftritt in den Medien verloren. Aus diesen Erfahrungen habe ich ein paar Dinge, die für den Einstieg in die Öffentlichkeitsarbeit unerlässlich sind, zusammengetragen:

 

 

 1) Ziele definieren

Zu Beginn der Zusammenarbeit sollte man sich genau überlegen, was für Ziele man mit der Pressearbeit erreichen möchte. Geht es um größere Unternehmensbekanntheit zu erreichen? Soll ein bestimmtes Produkt gezielt "gepusht" werden? Oder geht es darum, die Bekanntheit bei B2B-Partnern zu erhöhen? Daraus ergibt sich die weitere Planung in Bezug auf die Medien.

 

2) Wer seid ihr und was macht euch besonders? USP herausarbeiten!

Anfänglich sollte ein genaues Unternehmensbild zusammengetragen werden. Wie würde das Team ihr Startup in 30 Sekunden beschreiben? Was gibt es für eine Gründerstory? Wie ist die Firma gewachsen? Und das wichtigste: Was sind die Mehrwerte des Unternehmens - wie genau differenziert es sich von der Konkurrenz? Gibt es in der Unternehmensführung Besonderheiten? Hier gilt es, verschiedene Erzählstränge herauszuarbeiten, die für die Pressearbeit verwendet werden können. Also: Für welche Medien könnte welche "Story" aus dem Unternehmen interessant sein? Wenn es ein Startup ist, wäre eine besonders kuriose Gründergeschichte spannend für die Gründerpresse. Wenn das Unternehmen zum Beispiel eine besondere Form der Arbeitsteilung oder der Arbeitsorganisation entwickelt hat, wäre dies etwas, das man Redakteuren mit HR / New Work-Themen vorschlagen könnte. Ein prominenter Investor wäre etwas für Wirtschaftsmagazine/ -zeitungen. Gibt es produkbezogene Besonderheiten, so wäre dies für die jeweilige Fachpresse der Branche relevant. Im Brainstorming-Prozess ist dabei immer wichtig, nicht von sich auszugehen, sondern sich genau zu überlegen: Was würde einen Leser interessieren? Denn genau diese Denke haben auch Redakteure, die den Vorschlag auf Relevanz und Nachrichtenwert hin prüfen.

 

 3) Jahres- und Contentplan erstellen

Wichtig ist es, eine gute Struktur in die Öffentlichkeitsarbeit zu bringen. Dafür sollte man sich die Zeit nehmen, um einen ausführlichen Kommunikationsplan zu erstellen. Hier sollte stehen, in welchem Monat welche Ereignisse anstehen, aber auch ob es besondere Feiertage gibt, welche Blogbeiträge geplant sind, ob es Produktlaunch ansteht über den man in einer Pressemitteilung berichten sollte, ob Veröffentlichungen durch Influencer geplant sind, oder ob sonstige Events, Konferenzen, etc anstehen. Der Aufbau der inhaltlichen Planung könnte so aussehen:

 

  März      
  KW9 KW10 KW11 KW12
Unternehmen        
Produkt        
PR        
Blog        
Marketing offline        
Influencer        
Social Media        
Events        

 

4) Gutes Bildmaterial

Egal ob Social Media Post oder Pressemitteilung: Nachrichten mit visuellen Inhalten haben eine um Vielfaches gesteigerte Chance, angemessene Beachtung zu finden. Daher ist es für eine gute Kommunikationsarbeit unerlässlich, dass direkt zum Einstieg für gutes Fotomaterial gesorgt ist. Das bedeutet nicht nur ein Shooting von den Gründern, sondern auch ansprechende Teambilder, Fotos von den Mitarbeitern bei der Arbeit, im Meeting und in Interaktion mit dem Geschäftsführer. Zudem sind gute Produktfotos (sowohl Freisteller als auch "in Aktion") sehr wichtig.

 

4) Einen Presseverteiler erstellen

Klar: Ohne Kontakte geht nichts, daher steht bei der Medienarbeit immer an, dass ein Presseverteiler erstellt werden muss. Es gibt Anbieter, wo man sich online ganze Listen von möglichen Ansprechpartnern ziehen kann (zum Beispiel Zimpel von news aktuell), ich plädiere aber immer dafür, diese Fleißarbeit durchaus händisch zu machen. Denn so lernt man das Medium gleich mit kennen, bekommt einen Einblick, worüber der Redakteur schon geschrieben hat und kann seine vorherigen Artikel zu einem ähnlichen Thema gleich mit in der Excel vermerken- so hat man direkt einen Aufhänger. So könnte ein Presseverteiler aufgebaut sein:

Medium Name Tel-Nr E-Mail Erstkontakt Status Besonderes
             

Es gibt natürlich auch Programme, welche die Kontaktarbeit erleichtern sollen, ich persönlich bin aber mit Excel immer noch sehr zufrieden und glücklich.

 

5) Den richtigen Ton treffen

Natürlich ist man als Gründer und Teammitglied hoch überzeugt von seinem Produkt- und dem Besonderheitswert seines Unternehmens. Doch man sollte es trotzdem vermeiden, zu arrogant an die Pressearbeit zu gehen. Formulierungen wie: "ich bin mir sicher, das wird eine Top Story" und "Ihre Leser werden diese Geschichte lieben" sollten vermieden werden. Besser ist es, in klarer, freundlicher aber pointierte Sprache seine Anfrage an die Redakteure zu richten. Dies gilt ebenso für die Wortwahl der Pressemitteilung: Diese sollte nicht zu werblich sein, sondern auf den Punkt und neutral. Auch beim Nachhaken per Telefon oder Mail sollte man nicht zu aufdringlich sein: Einmal ist in Ordnung, aber wer dann noch keine Rückmeldung hat, ist gut daran getan, sich eben damit abfinden, dass das Thema nicht auf Interesse gestoßen ist und es dabei belassen.

 

Ich hoffe, diese paar Basics haben euch etwas geholfen. Für weitere Fragen stehe ich natürlich jederzeit zur Verfügung. Schreibt mir einfach: m.neitz@diezukunftsmanufaktur.de

 

Eure Meike

 

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